Spätromanische Madonnen
Das Diözesanmuseum präsentiert eine der umfangreichsten Sammlungen spätromanischer Madonnen im Alpenraum. Maria als Theotokos, als Gottesgebärerin, hält den Christus Emmanuel, den Logosknaben, auf ihrem Schoß. Maria ist der fleischgewordene Thron für Christus.
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Die ersten Darstellungen betonen den bewegungslosen Throncharakter Marias. Die Madonna aus Vahrn (um 1200) und jene aus der Brixner Klarissenkirche (um 1250) sind die frühesten Beispiele in Südtirol. Daß beim Vahrner Bildwerk selbst Maria gleich dem Christkind die Hand zum Segen hebt, gehört zu den ikonographischen Ausnahmen. Alle spätromanischen Bildwerke haben die veränderungsfreudige Zeit des Barock nur als hochverehrte Kultbilder überstanden. Teilweise wurden sie in echte Kleider gesteckt, angeschnitzte Christkinder mußten so entfernt oder ergänzt werden. An der Madonna aus Taufers wurde der originale Christkindkopf in die barocke Skulptur eingefügt. |








