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Liturgische Geräte

Grabkelch des Bischofs Altwin, Silber An erster Stelle ist hier der kleine Grabkelch von Bischof Altwin anzuführen. Altwin war während des Investiturstreites als Anhänger des Kaisers ein scharfer Gegner des Papstes und erlaubte in Brixen 1080 die Abhaltung einer Synode, bei der Gregor VII. für abgesetzt erklärt wurde.

Die Fistula, aufbewahrt in der originalen, mit Leder überzogenen Holzschatulle, wurde zum Verabreichen des konsekrierten Weines während der Messe verwendet.

Das 60 cm hohe Altarkreuz (Tatzenkreuz) mit fünf außergewöhnlich dünnen Bergkristallplatten gehört auch zum Brixner Domschatz. Um 1390 war es wohl in einer venezianischen Werkstätte entstanden. Meister Christoph von Brixen hatte das Kreuz mit einem plastischen Corpus des Gekreuzigten ergänzt.

Das von Gregor Angerer dem Dom gestiftete Paxinstrument in Kreuzesform nimmt eine plastische Darstellung der Kreuzigungsgruppe auf. Das Stück entstand um 1520.

Eine besondere Kostbarkeit ist das in Konstanz hergestellte Vortragekreuz aus vergoldetem Silber und daran applizierten Emailtondi. Der in Silberguß gefertigte Kruzifixus ist hier nicht zugehörig. An den farbigen Emails war ein Programm vorgetragen, das in Symbolsprache das Leben Christi zusammenfaßte. Ein vergleichbares Stück hortet der Kirchenschatz von Mittelzell auf der Reichenau.
 
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