Die Hartmannsgewänder
Der Grundstoff der dunkelvioletten Kasel des sel. Hartmann von Brixen besteht aus einem Seidendamast mit kleinteiligem Rautenmuster. Die palermitanisch-normannische Goldwebeborte kam aus Sizilien.Der Neustifter Propst Hermann, Biograph des seligen Hartmann, berichtet von der täglichen Messfeier des frommen Oberhirten.
Zwei Stück der Hartmannsgewänder gehören zu einem Ornat. Die Kasel und das Pluviale, ein offener Mantel mit kapuzenförmigem Stoffteil am Rücken, gehören zusammen. Die Farbe Gelb/Gold wurde an hohen kirchlichen Festen getragen. Beide Teile weisen auch palermitanisch-normannische Goldwebeborten auf.
Hartmann stammte aus Oberpolling bei Passau und wurde von Erzbischof Konrad I. von Salzburg auf den Brixner Bischofsstuhl gehoben. Nachdem Hartmann in Klosterneuburg bei Wien die Ordensregel der Augustiner eingeführt hatte, wurde er zum Bischof von Brixen bestellt und gründete zwei Jahre später in der Nähe seiner Bischofsstadt das Augustinerchorherrenstift Neustift. Hartmann verstarb am 23. Dezember 1164 und wurde im Brixner Dom beigesetzt.








