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Die Mitren – Kopfbedeckung der Bischöfe

Mitra des Bischofs Bruno von Kirchberg, 13. Jh.
Die Mitra ist die liturgische Kopfbedeckung der Bischöfe. Sie gehört zu den sogenannten Pontifikalien, den Würdezeichen der Oberhirten. Aus dem Mittelalter blieben im Brixner Domschatz drei Mitren erhalten, zwei davon im Typus der Mitra simplex mit Hörnern in Form niederer Dreiecke.

Die älteste davon gehört von der textilen Verarbeitung zu den Hartmannsgewändern und ist somit in die Jahre um 1150 zu datieren. Die mit Pergamenteinlagen verstärkten Hörner sind mit einem Leinenstoff überzogen, daran sind 12 cm breite Goldbänder mit Tierfiguren und Ranken appliziert, sowohl an den Hörnern (cornua), als auch am unteren Rand (circulus) und an den Infulae (vittae).

Bischof Bruno von Kirchberg (1250-1288) ließ zu Beginn seiner Amtszeit eine neue Mitra anfertigen. An der goldgestickten Bordüre ist sein Namenszug angeschrieben: Episcobus Bruno Deigratia Brixinensis (Bruno, von Gottes Gnaden Brixner Bischof).

Aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt die spätgotische Mitra, die möglicherweise von Kardinal Nikolaus Cusanus benutzt worden war. Edelsteine und vergoldete Dreistrahlblätter dekorieren die Hörner.
 
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